Was ist eigentlich Yoga? Betrachten wir eine der gängigen Definitionen:
“Yoga ist eine indische philosophische Lehre, die eine Reihe geistiger und körperlicher Übungen wie Yama, Niyama, Asanas, Pranayama, Pratyahara, Kriyas, Meditation und/oder Askese umfasst. Der Begriff Yoga (Sanskrit, m., योग, yoga, von yuga „Joch“, yuj für: „anjochen, zusammenbinden, anspannen, anschirren“) kann sowohl als „Vereinigung“ oder „Integration“ als auch im Sinne von „Anschirren“ und „Anspannen“ des Körpers an die Seele zur Sammlung und Konzentration verstanden werden. Welcher Weg zur Verwirklichung dieser Ziele einzuschlagen ist, darin unterscheiden sich die verschiedenen Richtungen erheblich voneinander.” (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Yoga)
Du siehst, dass das Wort Yoga ursprünglich ein Sanskrit-Wort ist und sinngemäß “Vereinigung” bedeutet. Genau darum geht es bei der Praxis der Yoga-Übungen. Sowohl geistige (ausschließlich mental durchgeführte) Übungen als auch physische (körperbetonte und oft sehr fordernde) Übungen sind der Kern des Yoga, wobei als Ziel die Selbst-Integration im Mittelpunkt steht.
Es geht um das Eins-Sein mit sich selbst. Du wirst also aufgefordert, deinen Geist und deinen Körper in Einklang zu bringen. Das hat mit Schwingungen zu tun, aber auch mit reiner Ein-Bildung. Der Körper folgt stets dem Geist, denn nur dort ist der Ursprung aller erlebten Realitäten zu finden, seien es Krankheiten, sexuelle Erregung oder ein 100m-Sprint! Zuerst findet das Erlebte im Geist statt, völlig losgelöst von der Materie eines trägen Körpers. Erst nach der Vor-Stellung geht das mental Erlebte in die physische Realität über und wird objektiv wahrnehmbar.
Ein Beispiel zum besseren Verständnis:
Du kannst hier und jetzt die Augen schließen und dir vorstellen, du seist in Ägypten oder an einem beliebigen Strand. In deiner Vorstellung kannst du die Pyramiden wie auch die Brandung der aufgewühlten See sehen. Wenn du dich ganz und gar auf deine Vision einlässt, dann wirst du sogar die Wellen hören, das Meeresrauschen und vielleicht sogar die Möwen. Du bist auch fähig, die gleißende Sonne der ägyptischen Wüste auf der Haut zu spüren, du kannst mit ausreichender Fantasie in die monumentalen Bauten eindringen und bei längst vergangenen Zeremonien dabei sein - ohne jemals deinen Sessel oder das Bett zu verlassen!!!
Ich möchte damit klar-machen, dass der Geist ein rasantes und völlig freies Instrument ist, was dir zur Verfügung steht. Ganz im Gegensatz zu einem trägen, untrainierten Körper. Es dauert wahrscheinlich sehr lange, bis du mit deinen Beinen am Meer angelangt bist oder gar in der Wüste am Nil. In deiner Vorstellung jedoch ist es ein Katzensprung…
Yoga ist eine Möglichkeit, sowohl den Geist zu trainieren (die Fantasie, also deine Vorstellungskraft) als auch den Körper (die Materie, also deine objektive Realität). Du wirst dadurch nicht plötzlich nach Ägypten laufen können; darum geht es nicht. Wohl aber bist du mit einem Yoga-Studium fähig, deiner Vorstellung Raum und Energie zu geben, damit sie Wirklichkeit werden kann.
Das klingt eventuell sehr esoterisch (und/oder abgehoben) - falls du an den tiefgehenden Lehren des uralten Yoga aus Indien interessiert bist, wirst du auf noch viel esoterischere und ver-rücktere Geschichten stoßen.
Ziel dieses Projekts also ist es, dir Methoden zu zeigen, die dich befähigen, deine Gedanken unter Kontrolle zu bringen und somit deinen Körper. Du wirst aus dem Sklaventum entlassen und wirst frei sein - wenn du es willst.